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Kalkfelsen-Fingerkraut

(Potentilla caulescens)

VII — IX Home Kalkfelsen
5 — 30 cm indigen LC
Potentilla caulescens
Synonyme: Dasiphora jaquini, Fragariastrum caulescens, Potentilla corymbosa, Langstängeliges Fingerkraut. Hemikryptophyt, mont-sa. Die Pflanze wächst an Kalkfelsen, die Stängel hängen meist schlaff herunter und sind viel länger als die 5-zähligen Grundblätter. Die Staubfäden sind wenigstens am Grund behaart. Die Blättchen sind gegen die Spitze zu mit ungleichen, zusammenneigenden Zähnen besetzt (Lit). Die geschützte Art ist im alpinen Naturraum häufig an Kalkwänden anzutreffen. Im nördlichen Alpenvorland ist sie vom Aussterben bedroht, in den anderen Naturräumen fehlt sie (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Potentilla caulescens
 
 
Blüten
 
 
Blütenstand
Aufnahmen: 31.08.2015 Rettenbachtal
 
Blüten
 
 
Blätter
Die Blättchen sind gegen die Spitze zu mit ungleichen, zusammenneigenden Zähnen besetzt
 
Habitus
 
 
Habitus
Aufnahmen: 14.08.2011 Waldbachstrub, Hallstatt
 
Potentilla caulescens
Aufnahme: 31.07.2007 beim Goiserer Höhenweg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1457. P. caulescens L. (Langstengeliges F.)
Wurzelstock walzlich, holzig, dunkelbraun, senkrecht oder schief, dickfaserig, oft daumendick, vielköpfig. Köpfe derb, schopfig, oft stämmchenartig- verlängerte, einen lockeren Rasen, aber keine beblätterten Ausläufer treibend. Stengel 3—8" lang, schlaff liegend, herabhängend, aufsteigend oder aufrecht, mehrblättrig, an der Spitze trugdoldigästig, vielblüthig, sammt den Blattstielen abstehendbehaart. Blätter schlaff, weich, die der Wurzelköpfe und untere Stengelblätter handförmig - 5schnittig, kürzer- oder längergestielt, kürzer als der Stengel, obere Stengelblätter 3schnittig, in Deckblätter übergehend. Abschnitte länglich oder keilig, bis über die Mitte ganzrandig, vorne gesägt, gleichfärbig, graugrün, beiderseits ziemlich kahl oder unterseits und am Rande seidigzottig. Kelche behaart. Kronen 6—8''' im Durchmesser, weiss. Kronblätter länglichkeilig, länger als die Kelchzipfel. Staubfäden zottig. Staubknoten gelb. Schalfrüchte durchaus zottig.
Juli — Aug.


In Felsenspalten am Fusse der Kalkvoralpen und im Geschiebe subalpiner Bäche. Auf Diluvialfelsen der Ens bei Weyer, Grossramming, Ternberg. Auf Felsen in der krummen Steyerling bei Molln. Im Plangraben und im tiefen Graben an der Leonstein-Kirchdorfer Strasse. Auf Kalkfelsen bei Altpernstein, am Georgenberge bei Michldorf. Im Vorder- und Hinterstoder, am Knirschstein in Rosenau, im Veilchelthale bei Windischgarsten, am Lahnafelde des Warschenegggebirges, an Felsen beim Traunfalle, auf Felsen am Hallstättersee, um Ischl, im Langbaththale, an Felsenufern des Wolfgangsees, am Griesberge, Schafberge, in Ritzen der Kalkfelsen die ganze Alpenkette entlang.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 217), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 06.07.2026

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